Das Klettern scheint uns schon von Kindesbeinen an in die Wiege gelegt zu sein. Kaum ein Sprössling, der nicht gerne Stühle und Tische in der Wohnung oder das Klettergerüst auf dem Spielplatz erklimmt. Daher ist auch der Klettersport perfekt für Kinder geeignet. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihren Nachwuchs vom Klettern begeistern wollen, erfahren Sie bei uns.
Ab wann können Kinder mit zum Klettern genommen werden?
Inhaltsverzeichnis
Das perfekte Alter zum Beginn des Kletterns kann nicht genau bestimmt werden. Wichtig ist, dass das Kind aus eigener Motivation Spaß am Klettern hat und sich nicht zu sehr vor der Höhe fürchtet.
Außerdem müssen natürlich die motorischen Fähigkeiten entsprechend ausgebildet sein. Dazu gehört zum einen die Hand- und Fußkoordination. Zum anderen aber auch die Kraft des Kindes, um das eigene Körpergewicht selbst halten zu können.
Um diese Eigenschaften festzustellen, beobachten Sie Ihr Kind am besten beim alltäglichen Spielen und versuchen Sie dabei die folgenden Fragen zu beantworten:
- Hat es Spaß daran an Gegenständen herumzuklettern?
- Besteigt es bei Spaziergängen gerne große herumliegende Steine oder Bäume?
- Erklimmt es von sich aus das Klettergerüst auf dem Spielplatz?

Wenn Sie diese Voraussetzungen bei Ihrem Kind feststellen können, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass das Kind Spaß am Klettern hat. Dann können Sie auch darüber nachdenken, es mit in eine Kletterhalle zu nehmen. Boulderhallen eignen sich dazu am besten, da hier keine speziellen Sicherungsgurte notwendig sind.
Darauf sollten Sie beim Kinder Klettern achten
Das Klettern bringt automatisch ein gewisses Risiko mit sich. Mit den folgenden Tipps halten Sie dieses so gering wie möglich und schaffen die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihr Kind Freude am Klettersport entwickelt.
- Kein Zwang
Jeder Mensch macht nur die Dinge gerne, die ihm Spaß machen. Bei Kindern ist dies noch ausgeprägter. Zwingen Sie Ihr Kind daher nicht zum Klettern. Wenn es nicht will, dann will es eben nicht.
Die kindliche Freude am Klettern zu wecken ist aber meist einfacher als gedacht. Beginnen Sie am besten mit ganz kleinen Bouldern, die dem Kind schnell ein Erfolgserlebnis vermitteln. So wird es automatisch Spaß an der Sache entwickeln.
- Safety First
Als Erwachsener sind Sie für Ihr Kind verantwortlich. Das bedeutet auch, dass Sie bereits im Vorfeld die gewählten Kletterrouten aussuchen und einschätzen müssen. Haben Sie selbst noch nicht so viel Erfahrung im Klettern, holen Sie sich Hilfe von den Mitarbeitern der gewählten Kletterhalle.
Achten Sie auch immer darauf, dass das Kind bei einem Absturz sicher landet. Am besten stellt sich immer ein Erwachsener unter das kletternde Kind. Im Falle eines Sturzes kann das Kind so sicher aufgefangen oder zumindest „gespottet“ werden. So nennt man es, wenn ein stürzender Kletterer im Fallen in eine sichere Fallposition gebracht wird.
- Stellen Sie klare Regeln auf
Stellen Sie vor Beginn des Kletterns klare Regeln auf, an die sich das Kind halten muss. Dazu gehört auch die Verabredung klarer Kommandos, auf die das Kind hören muss. Nur so können Sie gewährleisten, dass das Risiko minimiert wird.
Kinder werden schnell hibbelig und vergessen in der Aufregung des Kletterns schnell die vereinbarten Regeln und Kommandos. Als Erwachsener sollten Sie daher das Kind immer im Blick haben und gegebenenfalls zwischendurch an die vereinbarten Regeln erinnern.
- Stellen Sie den Spaß in den Vordergrund
Ein Kind, welches gerade anfängt zu klettern, macht das vor allem, weil es ihm Spaß macht. Das können Sie perfekt für sich nutzen. Versuchen Sie ab und zu kleine Spiele einzubauen, um das Kind bei Laune zu halten.
Sicherlich ist es auch wichtig, dem Kind die Basics des Kletterns beizubringen. Allerdings sollten Sie nicht versuchen es mit ausführlichen Erklärungen über verschiedenste Klettertechniken zu langweilen. Hat ein Kind erst einmal Spaß am Klettern gefunden, so wird es seine eigene Klettertechnik mit der Zeit von selbst verbessern.
- Machen Sie aus dem Klettertag ein positives Erlebnis
Wenn Kinder das erste Mal klettern gehen, so sollte das in positiver Erinnerung bleiben. Neben dem Spaß am Klettern können Sie den ganzen Tag drumherum ebenso gut ausschmücken. Beispielsweise indem Sie nach der Klettertour mit Ihrem Kind noch etwas tolles Essen gehen oder im Anschluss die Großeltern oder Freunde des Kindes besuchen, wo es von seinen neuen Erlebnissen und Eindrücken erzählen darf.
Fazit zum Klettern mit Kindern.

Die meisten Kinder klettern von Natur aus gerne. Diesen natürlichen Bewegungsdrang können Sie nutzen, um dem Kind den Klettersport nahezubringen. Klettern ist eine gute Auslastung für Kinder, da sie hierbei gleichzeitig ihre Kraft und Koordination verbessern, sowie ihr eigenes Körpergefühl neu erfahren können.
Wenn Sie einige kleine Tipps beim Klettern mit Ihren Kindern beachten, werden diese mit Sicherheit schnell Spaß an der Sache entwickeln. Klettern eignet sich auch hervorragend als gemeinsame Aktivität für Familienausflüge und schweißt Ihre Familie dadurch noch besser zusammen.